Fragen und Antworten zu Rauchwarnmeldern (FAQ)

Es gibt immer Verwirrung, wenn der Begriff Rauchmelder verwendet wird. Der Grund: Es gibt Brandmelder, die an eine sogenannte Rauchmeldeanlage angeschlossen sind und einen Alarm direkt an die Feuerwehr melden können. Und es gibt Rauchmelder, die für Wohnräume konzipiert sind und den Alarm nicht an die Feuerwehr melden. Während Rauchmelder auch zum Schutz von Objekten gedacht sind, dienen Rauchwarnmelder nur dem Personenschutz. Beide werden jedoch oft auch als Rauchmelder bezeichnet. In diesem Artikel geht es um Rauchmelder, die in den meisten Bundesländern seit einigen Jahren Pflicht sind: Rauchmelder für Wohnräume.

Was macht ein Rauchmelder?

Rauchmelder für den Wohnbereich überwachen die Raumluft und sollen bei einer bestimmten Rauchkonzentration Alarm schlagen, damit sich alle Bewohner der Wohnung/des Hauses in Sicherheit bringen können. Die größte Gefahr besteht nachts, da man im Schlaf nicht riechen kann und möglicherweise nicht rechtzeitig aufwacht, um zu entkommen.

Wie funktioniert ein Rauchmelder?

Rauchmelder haben im Inneren eine Rauchkammer. Dort sendet ein Laser kontinuierlich einen Lichtstrahl aus. Wird diese durch Partikel wie Rauch durchbrochen, gelangt das Licht auf einen Sensor und löst einen Alarm aus.

Welche Rauchmelder gibt es?

Auf dem deutschsprachigen Markt sind ausschließlich die oben beschriebenen optoelektronischen Rauchmelder erhältlich. Diese gibt es als Smart Home Melder, als eigenständige Melder und als vernetzte Brandmelder.

Einige eigenständige Melder (nicht vernetzte Melder) können mit einem Funkmodul nachgerüstet und somit mit anderen Meldern vernetzt werden. Weniger verbreitet sind 230V-Melder, die ihre Stromversorgung über Kabel erhalten.

Darüber hinaus lassen sich einige Melder auch per Kabel vernetzen. Kabelbetriebene und kabelvernetzte Melder eignen sich jedoch eher für komplexe Anlagen, die einer Rauchmeldeanlage ähneln oder für Neubauten.

Rauchmelder – wo gehören sie hin?

Wo Rauchmelder angebracht werden, hängt im Detail vom Grundriss der Wohnung oder des Hauses ab. Generell gilt aber: Rauchmelder werden möglichst zentral an der Decke im Raum installiert. Zu Lampen, Wänden oder anderen Hindernissen, die das Eindringen von Rauch verhindern oder verzögern können, ist ein Abstand von 50 cm einzuhalten. Rauchmelder können in allen zu überwachenden Wohnbereichen installiert werden. Ausnahmen sind Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit und Räume mit erhöhter Staubbelastung, z. Bäder, Keller, Dachböden.

Wie viele Rauchmelder werden benötigt?

Auch wenn die Rauchwarnmelderverordnung in den einzelnen Bundesländern etwas unterschiedlich ist, wurde sie mittlerweile in allen Bundesländern eingeführt. Es gibt jedoch keine feste Anzahl an zu installierenden Rauchmeldern. Wie viele Rauchmelder installiert werden müssen, um die Pflicht zu erfüllen, hängt hauptsächlich davon ab, wie viele Schlaf- und Kinderzimmer vorhanden sind. Denn in der Regel (auch in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Niedersachsen) besagen die Bauordnungen des jeweiligen Bundeslandes (hier ist die Rauchmelderpflicht verankert), dass Schlafzimmer, Kinderzimmer und Flure über die Fluchtwege aus Aufenthaltsräumen geführt werden , die jeweils über mindestens einen Rauchwarnmelder (Rauchmelder) verfügen müssen. In den meisten Wohnungen werden daher mindestens drei Rauchmelder benötigt: 1 Rauchmelder im Schlafzimmer, 1 Rauchmelder im Kinderzimmer und ein Rauchmelder im Flur. Gästezimmer zählen auch als Schlafzimmer.

Die Rauchmelderpflicht gilt übrigens für Wohnungen und Häuser gleichermaßen, da auch Häuser als Wohnungen gelten. Der einzige Unterschied besteht darin, dass Wohnungen in Mehrfamilienhäusern vor der Haustür und Wohnungen in Form von Einfamilienhäusern vor der Haustür enden.

Wann sind Rauchmelder Pflicht?

Ab wann Rauchmelder Pflicht sind, hängt vom jeweiligen Bundesland ab. Ende 2020 sind Rauchmelder nun in allen Bundesländern Pflicht. Bisher gibt es für Sachsen eine Ausnahme: Für Bestandsgebäude, die vor Einführung der Pflicht errichtet wurden, besteht keine Pflicht.

In welchen Räumen sollen Rauchmelder installiert werden?

Rauchmelder müssen in Räumen installiert werden, in denen Menschen schlafen sollen – wie vorgesehen, denn natürlich könnte man theoretisch in jedem Raum einer Wohnung einschlafen.

Außerdem müssen Kinderzimmer mit Rauchmeldern ausgestattet sein, auch wenn sie nur als Spielzimmer und nicht als Schlafzimmer genutzt werden. Denn leider ist es so, dass sich Kinder, wenn sie im Kinderzimmer Feuer machen, eher verstecken, als sich in Sicherheit zu bringen.

Außerdem müssen Fluchtwege aus Kinder- und Schlafzimmern mit Rauchmeldern gesichert werden, dh alle Räume, die vom Schlaf- oder Kinderzimmer durchquert werden müssen, um die Wohnungstür bzw. Haustür (bei Einfamilienhäusern) zu erreichen. Durchgangsräume können somit auch als Fluchtweg genutzt werden.

In Berlin und Brandenburg sollen Rauchmelder auch in Wohnräumen installiert werden.

Wer muss Rauchmelder installieren?

In allen Bundesländern ist der Eigentümer für die Montage verantwortlich. Bei Mietwohnungen ist dies der Vermieter.

Wer muss Rauchmelder bezahlen?

Da der Eigentümer/Vermieter für die Installation verantwortlich ist, könnte man meinen, dass er auch die Anschaffungskosten tragen muss. Allerdings ist es nicht so einfach. Der Einbau gilt zunächst als Modernisierungsmaßnahme, die eine geringe Mieterhöhung (8 % der Einbaukosten) ermöglicht. Viele Vermieter nutzen jedoch die Dienste von Dienstleistern, die Rauchmelder vermieten und diese dann regelmäßig warten. Die Mieter der Rauchmelder werden dann oft auf die Mehrkosten umgewälzt. Für NRW hat das LG Hagen entschieden, dass die Umlage der Mietkosten nicht rechtskräftig ist. Bis zu einem Urteil des Bundesgerichtshofs gilt diese Entscheidung jedoch nicht bundesweit.

Die Kosten für die Instandhaltung gelten jedoch überall als sonstige Betriebskosten und können daher den Mehrkosten zugeordnet werden.

Wer testet Rauchmelder?

Die Bauordnungen der Länder regeln, wer Rauchmelder prüfen muss.

Hier ist der Eigentümer verantwortlich:

  • lBrandenburg
  • lHamburg
  • lMecklenburg-Vorpommern
  • lRheinland-Pfalz
  • lSaarland
  • lSachsen-Anhalt
  • lThüringen

In allen anderen Bundesländern liegt die Verantwortung für die Instandhaltung bei den Mietern. Da der Halter jedoch stets die Verkehrssicherungspflicht trägt, muss er für eine regelmäßige und ordnungsgemäße Wartung sorgen.

Aus diesem Grund kann der Eigentümer/Vermieter in allen Bundesländern entscheiden, wer die Instandhaltung übernimmt und auch ein Unternehmen damit beauftragen.

Üblicherweise wird übrigens nicht geprüft, ob Rauchmelder installiert sind. Einige Schornsteinfeger haben sich dies jedoch zur Aufgabe gemacht. Außerdem können Mieter der Bauaufsichtsbehörde Anzeige erstatten, wenn Vermieter der Pflicht nicht nachkommen.

Wie oft müssen Rauchmelder gewartet werden?

Bei der Wartung ist zwischen Herstellerangaben und DIN-Angaben zu unterscheiden. Als Richtlinie zur korrekten Erfüllung der Rauchmelderpflicht gilt die DIN 14676 . Sie besagt, dass Rauchmelder mindestens einmal im Jahr gewartet werden müssen.

Hersteller empfehlen jedoch häufig Prüfungen und Wartungen in kürzeren Abständen. Diese sind im Zweifel ausschlaggebend, da die Rauchmelderpflicht besagt, „Rauchwarnmelder sind so zu betreiben, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird“. Eine einwandfreie Funktion kann nur gewährleistet werden, wenn die Herstellerangaben befolgt werden.

Warum geht der Rauchmelder einfach los?

Das Piepen eines Rauchmelders kann verschiedene Ursachen haben. Löst ein Rauchmelder aus, ohne dass Rauch entsteht, spricht man von einem Fehlalarm oder Fehlalarm. Rauchmelder reagieren auf Partikel in der Luft, die Licht streuen können. Natürlich gibt es eine bestimmte Schwelle, oberhalb der Lichtstreuung einen Alarm auslöst. Wenn sich jedoch ein Insekt in der Rauchkammer verirrt, kann der Detektor durchaus zu piepen beginnen. Ein weiterer Grund kann Staub in der Rauchkammer sein. Im Laufe der Zeit kann sich Staub auf oder im Rauchmelder ansammeln, der entweder aufgrund der Konzentration von Staubpartikeln oder eines Luftstoßes einen Alarm auslöst.

In manchen Fällen kann auch ein falscher Einbauort zu einem Fehlalarm führen. Rauchmelder sind beispielsweise nicht für den Einsatz in Feuchträumen geeignet.

Wann geht ein Rauchmelder los?

Die DIN14604 legt fest, wann ein Rauchmelder spätestens auslösen muss. Dieser definiert die Brandempfindlichkeit für Rauchwarnmelder, also ab welcher Rauchdichte ein Brandmelder Alarm auslöst. Allerdings kann der Melder nicht zwischen Rauch und Staub unterscheiden, deshalb misst er kontinuierlich, wie viel Licht auf den Sensor in der Rauchkammer trifft. Es gibt auch Unterschiede in der Empfindlichkeit zwischen verschiedenen Modellen.

Was tun, wenn der Rauchmelder piept?

Schlägt der Brandmelder Alarm, muss zunächst festgestellt werden, ob und/oder wo eine Gefahr besteht.

Wenn es sich um einen echten Alarm handelt:

  1. Bleib ruhig.

2.So schnell wie möglich die Feuerwehr rufen.

  1. Bringen Sie sich und andere in Sicherheit und schließen Sie möglichst viele Fenster und Türen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
  2. Versuchen Sie es nur zu löschen, wenn Sie sich nicht in Gefahr bringen.

Bei Fehlalarm:

  1. Schalten Sie den Rauchmelder stumm oder entfernen Sie die Batterie

6.lüften

7.Rauchmelder nach Herstellerangaben reinigen

8.Überprüfen Sie die Anleitung, ob es sich um eine Fehlermeldung handelt

9.Wechseln Sie ggf. die Batterie

10.Ggf. Nachbarn informieren, dass es sich um einen Fehlalarm handelte

Was passiert, wenn der Rauchmelder losgeht?

Bei einem Rauchmelder, wie er in privaten Wohnräumen installiert ist, wird die Feuerwehr nicht automatisch durch den Alarm benachrichtigt. Allerdings kann ein Nachbar den Alarm melden. Wenn der Rauchmelder losgeht, passiert in der Regel nichts. Rauchmelder, die Teil eines Rauchmeldesystems sind, leiten den Alarm jedoch an die Feuerwehr weiter, damit diese mit Einsatzfahrzeugen eintrifft.

Welcher Rauchmelder ist gut?

Alle Rauchmelder müssen zunächst die Prüfung nach DIN 14604 bestehen. Darüber hinaus prüft der VdS Rauchmelder und zertifiziert sie, wenn sie die erweiterten Prüfkriterien erfüllen. Ein weiterer Hinweis darauf, ob ein Rauchmelder gut ist, kann das Testergebnis der Stiftung Warentest sein. Immer wieder zählen Marken wie Ei Electronics und Hekatron zu den Testsiegern.

Expertentipp: Beachten Sie die Angaben des Herstellers, wie oft der Rauchmelder überprüft werden muss. Wenn eine häufige Reinigung empfohlen und nicht befolgt wird, kann dies die Lebensdauer des Melders erheblich verkürzen!

Was kosten Rauchmelder?

Bei den Anschaffungskosten reichen die Kosten für Rauchmelder von weniger als 5 € bis über 150 € pro Stück. Entscheidend ist hier der Funktionsumfang. Besonders günstige Melder lassen sich beispielsweise bei einem Fehlalarm nicht stumm schalten und haben Batterien, die etwa einmal im Jahr ausgetauscht werden müssen. Rauchmelder wie der Nest Protect sind teuer in der Anschaffung, bieten aber einen eingebauten CO-Alarm und viele intelligente Funktionen.

Warum blinken Rauchmelder?

Nicht alle Rauchmelder blinken. Blinkt nicht, spricht man auch von schlafzimmertauglichen Geräten. Meist sind es die günstigeren Modelle, die ihre Funktionsfähigkeit durch regelmäßiges Blinken signalisieren.

Welche Batterien sind die richtigen für Rauchmelder?

Viele Geräte, die über 10 € kosten, haben eingebaute Akkus. Ein Austausch dieser Batterien ist daher nicht möglich, da sie für die gesamte Lebensdauer des Melders von 10 Jahren ausgelegt sind. Nach 10 Jahren muss jeder Rauchwarnmelder gemäß DIN 14676 ausgetauscht werden. Bei Geräten, deren Batterie ausgetauscht werden kann/muss, sind die Hinweise zu beachten . Oft wird darauf hingewiesen, dass nur ganz bestimmte Modelle verwendet werden sollen. Auch wenn also klar ist, dass eine 9V-Blockbatterie verwendet werden muss, sollte man genau prüfen, welcher Hersteller empfohlen wird.

Wie öffnet man einen Rauchmelder?

Generell sollten Rauchmelder nicht geöffnet werden, da sich im Inneren die sehr empfindliche Rauchkammer befindet. Wird der Rauchmelder geöffnet, verliert er seine Garantie und wahrscheinlich auch seine Funktionsfähigkeit. Zum Batteriewechsel kann der Brandmelder jedoch von der Montageplatte gedreht werden, sodass das Batteriefach sichtbar ist. Der Detektor wird normalerweise nach links gedreht.

Wie lange hält ein Rauchmelder?

Wie lange ein Rauchmelder hält, lässt sich nicht pauschal sagen. Allen Rauchmeldern ist jedoch gemeinsam, dass sie nach 10 Jahren ausgetauscht werden müssen. Denn Melder sind nach 10 Jahren so verschmutzt, dass eine einwandfreie Funktion nicht mehr gewährleistet werden kann. Um einer vorzeitigen Verschmutzung entgegenzuwirken, sollten Brandmelder nach Herstellerangaben gereinigt werden .

Wie erkennt man einen Rauchmelder?

Brandmelder haben immer seitliche Luftschlitze, durch die Rauch in den Melder strömen kann. Außerdem verfügen viele Rauchmelder über eine regelmäßig blinkende LED. Ein weiteres Merkmal kann eine Testtaste auf der Vorderseite des Detektors sein.